Für viele Menschen ist der erste Gedanke, wenn sie an Schwimmbäder denken, der bekannte Chlorgeruch. Chlor als Desinfektionsmittel im Badewasser ist jedoch geruchlos.
Der typische Hallenbadgeruch stammt nicht direkt vom Chlor, sondern von Chlorverbindungen mit bereits gebundenem Chlor, den Chloraminen.
Chloramine entstehen hauptsächlich durch die Reaktion des im Wasser enthaltenen Chlors mit Stickstoffverbindungen.
Zu diesen Stickstoffverbindungen gehören beispielsweise Harnstoff, Kreatinin und weitere Aminosäuren. Diese Stoffe gelangen zu einem Großteil durch Urin, Schweiß und über die Haut ins Wasserbecken.

Durch die Reaktion von Chlor mit ins Wasser eingetragenem Harnstoff entsteht der bekannte Schwimmbadgeruch.
Chloramine sind ebenfalls die Ursache für gereizte, rote Augen, besonders bekannt bei Vielschwimmern.

Obwohl der größte Teil des Harnstoffes über Urin ins Schwimmbecken gelangt, stammt ein wesentlicher Teil des Harnstoffs von der Hautoberfläche der Badegäste.
Dieser Anteil kann durch das Duschen vor Betreten des Schwimmbeckens deutlich gesenkt werden.